Samstag, 21. Januar 2017

Helligkeit und Sichtbarkeit von Linienlaser und Kreuzlaser mit verschiedenen Farben


Neben reinen Leistungsangaben kann die Helligkeit bzw. Sichtbarkeit für das menschliche Auge an der Laserfarbe ausgemacht werden. Nicht jeder Linienlaser ist gleich gut sichtbar, obwohl eventuell die selbe Leistung abgegeben wird. So ist ein 30mW Linienlaser in Grün deutlich besser sichtbar als ein 30mW Linienlaser in Rot. Wohlgemerkt - für das menschliche Auge! Wird ein Linienlaser oder auch ein Kreuzlaser mit einer Kamera abgefilmt, so ist der Sichtbarkeitsunterschied nicht mehr gegeben bzw. anders einzuordnen.Wenn es also heisst "der Laser muss heller sein" dann ist erst einmal abzuklären, wie die Anwendung aussieht.

Vor allem bei hellem Umgebungslicht kann ein grüner Laser die Lösung sein, wobei es immer sehr schwierig ist, gegen direktes Sonnenlicht anzukommen, selbst mit sehr viel Leistung. Und immerhin ist ja nach wie vor die Lasersicherheit zu beachten.

Diese Grafik zeigt den Sichtbarkeitsindex im Verhältnis zur Wellenlänge bzw. Farbe eines Lasers. Die beste Empfindlichkeit besitzt ein durchschnittliches Auge bei ca. 555nm. Ausgehend vom einem Sichtbarkeitsindex 1 sind die anteiligen Indexe herunter gerechnet.

Bei den aktuellen MediaLas Linienlasern sind also die grünen Modelle mit 532nm als am besten sichtbar einzustufen. Direkt hinterher folgen die diodenbasierten InLine Modelle mit 520nm.

Weitere Infos unter www.lasershop.de oder www.medialas.de



Donnerstag, 6. Oktober 2016

Sachkunde Seminar zum Laserschutzbeauftragten - was unbedingt zu beachten ist! 


Leider erhalte ich in letzter Zeit sehr viele Nachfragen und Anrufe zu Sachkunde Seminaren, die von irgendwelchen Firmen durchgeführt werden und absolut nicht dem geforderten Ausbildungsinhalt der neuen TROS und OStrV entsprechen. Im Gegenteil - die Teilnehmer werden nicht einmal darüber informiert, was die OStrV und die TROS überhaupt sind. Überhaupt erhalten die Teilnehmer sehr wenig Information über gesetzliche Vorschriften, Normen und Regularien. Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem neugebackenen "Laserschutzbeauftragten", der kannte nicht mal die Laserklassen. Der Referent sagte wohl, die Teilnehmer sollen das selbst nachlesen.

Das darf nicht sein! 

Ich warne ausrücklich davor, solche Seminare zu besuchen! Die TROS stellt ganz klare Forderungen an die Ausbildungsinhalte und stellt ganz eindeutig klar, dass die vermittelten Inhalte anhand eines abschliessenden Tests geprüft werden müssen, um eine erfolgreiche Teilnahme zu bestätigen. Daraus folgt, dass alle Teilnehmer, die KEINEN Test absolviert haben, nicht zum Laserschutzbeauftragten bestellt werden dürfen! Das Teilnahmezertifikat hat im Sinne der OStrV und der TROS keine Gültigkeit!

www.laserschutzbeauftragter.de

Ein Laserschutzbeauftragter braucht eine saubere und inhaltlich kompetente Ausbildung, sonst kann und darf er nicht als Sicherheitsbeauftragter fungieren!


Donnerstag, 15. September 2016

Sichtbare Lasereinrichtungen, Linienlaser oder Laseranzeige Klasse 1 ?


Immer wieder erhalte ich die Anfrage nach einem Linienlaser oder aber einer anderen Laserpositionierhilfe für die Laserklasse 1. Dazu möchte ich in meinem heutigen Blog kurz Stellung beziehen.

Eine Lasereinrichtung der Klasse 1 würde besagen, dass so gut wie kein Laserlicht beim Werker, Benutzer oder Bediener, ankommt und somit eine direkte Bestrahlung mittels Laserlicht ausgeschlossen ist. Natürlich kann prinzipiell eine Lasereinrichtung derart aufgebaut werden, dass bei Betrachter Laserklasse 1 herrscht, dies hängt aber im Wesentlichen von den baulichen Maßnahmen am Arbeitsplatz ab. Per Se gibt es keinen "Linienlaser der Klasse 1", sondern nur eine Lasereinrichtung, die mittels geeigneter Maßnahmen in die Klasse 1 eingestuft werden darf. Ein Beispiel:

An einem Arbeitsplatz soll ein Linienlaser der Ursprungsklasse 3B (>5mW) eine Anlegekante markieren. Diese Anlegekante liegt mitten auf dem Arbeitstisch. Es wird ein Linienlaser oder Kreuzlaser so installiert, dass ein Werker oder Nutzer unter normalen Umständen nicht direkt in die Laserstrahlung schauen kann, sondern lediglich auf die diffuse Abbildung auf dem Arbeitsplatz selbst. Die reflektierte Strahlung, die am Auge des Betrachters ankommt, ist nahezu Null, also so gut wie nicht messbar. In diesem Fall dürften wir die Lasereinrichtung in die Laserklasse 1 spezifizieren.

Anderes Beispiel, NICHT Laser Klasse 1, jedoch Klasse 2

Der selbe Arbeitsplatz wie vor beschrieben. Der Linienlaser wird relativ hoch montiert und strahlt auf den Arbeitsplatz. Der Werker könnte in den direkten Strahl blicken, ohne jedoch Strahlung über dem sogenannten "MZB" (Maximal Zulässiger Bestrahlungswert) ausgesetzt zu werden. Wie der etwaige MZB zu ermitteln ist, habe ich bereits in einem anderen Beitrag beschrieben. In diesem Falle wäre die Lasereinrichtung nach Klasse 2 zu spezifizieren, was auch vollständig zulässig ist, ohne grössere Massnahmen oder gar einen Laserschutzbeauftragten einsetzen zu müssen.

Laserpositionierhilfe mittels Laserprojektor


Die selben Prinzipien gelten auch für eine Laserpositionierhilfe mittels eines Laserprojektors, wie z.B. der ILP 622 von MediaLas.

Laserpositionierhilfe und Laserinformationsanzeige anhand verschiedener Werkstücke

Solange ein Werker oder Benutzer nicht von direkter Laserstrahlung getroffen werden kann, und die diffuse Reflektion im nicht-messbaren Bereich liegt, ist die Lasereinrichtung nach Laserklasse 1 einzustufen. Dies wäre z.B. bei den o.a. Fotobeispielen der Fall.

Für qualifizierte Stellungnahmen und Sicherheitseinschätzungen an Ihrer Maschine oder Lasereinrichtung dürfen Sie mich gerne kontaktieren.

In einem meiner nächsten Blogs werde ich nochmals näher auf die Lasergefährdung durch abgelenkte Strahlung (Projektion) eingehen.

Linienlaser in der Übersicht

Dienstag, 30. August 2016

Linienlaser - Sicherheit und Bewertung nach EN 60825-1 und TROS

Linienlaser als "ausgedehnte Quelle" 


Ich hatte bereits angekündigt, weitere Informationen zur Bewertung von Linienlasern und Kreuzlasern zu posten, da seit der neuesten Ausgabe der EN 60825-1 und anhängigen TROS ein Linienlaser als "ausgedehnte Quelle" zu sehen ist. Eine ausgedehnte Quelle entspricht de fakto nicht einer regulären, gebündelten Laserquelle und darf somit anders bewertet werden. Zur Berechnung des MZB, also des maximal zulässigen Bestrahlungswertes für die Laserleistung am Auge, wird ein Korrekturfaktor ermittelt, anhand dessen der reguläre MZB für Klasse 2 von 1mW multipliziert werden darf. Dieser Korrekturfaktor liegt in der Praxis in etwa bei einem Wert von 2-3, in seltenen Fällen auch leicht darüber.

Für die Berechnung des Korrekturfaktors gibt es zwei Möglichkeiten:


  • praktische Messung mittels Linse und CCD Kamera
  • Berechnung anhand der Divergenzen und Winkel der ausgedehnten Quelle
Linienlaser als ausgedehnte Quelle nach TROS



Der Einfachheit halber benutzen wir die Möglichkeit 2, also die Berechnung anhand vorhandener Parameter und vorgegebener Formeln, die der EN 60825-1 bzw. der TROS entnommen werden.

Für die Laserklasse 2, in die wir unseren Linienlaser bzw. die Lasereinrichtung, die einen Linienlaser enthält, einklassifizieren müssen, haben wir eine maximal zulässige Laserleistung von 1mW, gemessen an einer Messblende (Apertur) von 7mm Durchmesser. Für eine ausgedehnte Quelle multiplizieren wir diesen Wert mit dem errechneten Korrekturfaktor und berechnen nun die notwendige Linienlänge am Auftreffpunkt. Der Auftreffpunkt ist der Punkt, an dem zum ersten Mal eine Gefährdung auftreten könnte.

Ein kurzes Beispiel kann ich geben anhand eines aktuellen Projektes, in dem wir einen 100mW starken Linienlaser mit einem Winkel von 110° einsetzen. Der errechnete Korrekturfaktor liegt bei 2,34, was bedeutet, dass die maximal zulässige Bestrahlungsleistung an der Messblende den Wert von 2,34mW nicht übersteigen darf. Wir dividieren nun die Laserleistung durch den Korrekturfaktor und multiplizieren das Resultat mit 7mm (Messblendengrösse) und erhalten die minimale Linienlänge von 299mm. Ab 299mm Linienlänge (nicht Entfernung!) wäre der Laser somit in Klasse 2 einzustufen.

Eine detaillierte Beschreibung zur Einstufungsmethodik erhalten Sie hier:

www.medialas.info/techdocs/Linienlaser_Safety_202016.pdf


Weitere Infos und  Sachkundeschulungen zum Laserschutzbeauftragten: www.laserschutzbeauftragter.de


https://twitter.com/MediaLas

Donnerstag, 26. Mai 2016

Linienlaser - Lasereinrichtung oder Lasergerät?

Immer wieder - es geht um optimalen Einsatz bei maximaler Sicherheit! 


Einen Linienlaser in einer gewerblichen Maschine einzusetzen ist nicht schwer. Unsere Module, Kits oder Fertiggeräte machen es sehr einfach, eine Laserlinie oder eine andere Art von Visualisierung an einem Arbeitstisch, Arbeitsplatte oder Maschine anzubringen. www.lasershop.de Mit verschiedenen Laserfarben und vielen passenden Halterungen findet sich nahezu für jeden Einsatzzweck das richtige Lasergerät.

Haben Sie sich einmal entschieden, mit unseren Linienlasern zu arbeiten, so keimt sofort der Gedanke auf: Wie erreiche ich die geforderte Lasersicherheit? Wir wollen auf keinen Fall Sie oder einen Ihrer Mitarbeiter gefährden, noch irgendwelche Besucher in der Unsicherheit lassen, dass hier vielleicht eine Gefährdung auftreten könnte. Wenn Sie meinen Blog lesen, dann erhalten Sie bereits die meisten Informationen, wie gefahrlos so ein Laser sein kann und wie Sie eventuell Gefährungen ausschalten. Das ist nämlich relativ einfach.

Linienlaser Modul mit roter Laserlinie
Linienlaser Modul für rote Laserlinie

Ein Linienlaser als "Lasereinrichtung" 

Bei den Sicherheitsbewertungen zu Lasern unterscheiden wir prinzipiell zwischen:
  • Lasergeräte
  • Lasereinrichtungen
Beides beinhaltet natürlich einen Laser mit einer bestimmten Leistung, aber unterscheidet sich drastisch in der Risikobewertung und Einstufung in eine Laserklasse. Während das Lasergerät in jegliche Klasse eingestuft werden könnte, üblicherweise Klasse 2, 3R, 3B oder 4, muss die Lasereinrichtung immer in Klasse 2 oder sogar Klasse 1 eingestuft werden, wobei Klasse 1 zusätzlich erklärungsbedürftig ist. Aber auch darauf werde ich hier eingehen.

Als "Lasergerät" bezeichnen wir das Laserstrahlung aussendende Gerät, an dem der erste Austrittspunkt von der zu betrachtenden Laserstrahlung sitzt. Bei unseren Linienlasern z.B. wäre dies die Linienoptik. Nach dieser Optik tritt eine konzentrierte Laserstrahlung aus, die ohne Zweifel in so gut wie allen Fällen gefährlich sein kann. Wäre ein Betrachter in der Lage, mit seinem Auge direkt an diesen Laseraustritt zu gelangen, so wäre mit grosser Sicherheit ein Augenschaden wahrscheinlich. Dies wollen wir vermeiden.

Als "Lasereinrichtung" bezeichnen wir die gesamte Bauvorrichtung, in der ein Lasermodul, ein Linienlaser, ein Kreuzlaser oder auch ein Laserprojektor montiert, angebaut und in Betrieb genommen wird. Einfachstes Beispiel: Eine Abkantbank. Auf das abzukantende Blech soll eine Laserlinie aufgebracht werden, die die Position der Kante anzeigt. Hier wird somit die Abkantbank bzw. die Maschine zur "Lasereinrichtung", da ein Lasergerät montiert wird und irgendwo auf dieser Maschine hin strahlt und eine Laserlinie darstellt.

Zur Risikobewertung nach OStrV bzw. EN 60825-1 muss nun die gesamte Lasereinrichtung herangezogen werden, da die einfache Bewertung eines Lasergerätes nicht ausreicht, um eine Gefährungsklasse zu definieren. Bei korrektem Einbau kann selbst ein 100mW Linienlaser, als Lasergerät in Klasse 3B eingestuft, zur völlig sicheren Lasereinrichtung der Klasse 2 werden.

Leider wird dieses Bewertungsverfahren oft nicht korrekt angewendet und der Sicherheitsbeauftragte nimmt lediglich eine vereinfachte Einstufung anhand der Leistung des Lasergerätes vor. Dies ist nicht korrekt.

www.linienlaser.biz

Linienlaser, Kreuzlaser und Lasersicherheit

Eine Kurzeinleitung zum sicheren Umgang mit leistungsstarken Linienlasern und Kreuzlasern im gewerblichen Bereich.


Durch meine jahrelange Arbeit im Bereich Lasersicherheit sowie meine regelmässigen Weiterbildungsveranstaltungen als Referent für Lasersicherheit ist es mir ein grosses Anliegen, Lasergeräte wie Linienlaser oder Kreuzlaser, die für die Visualisierung am Arbeitsplatz eingesetzt werden, die Gefährlichkeit zu nehmen und das Sicherheitsbewusstsein zu fördern. Es ist wirklich nicht schwierig, auch leistungsstarke Laser mit 100mW sicher im Sinne der Unfallschutz-Verordnungen zu betreiben, da Linienlaser seit 2015 mit Erscheinen der TROS als sogenannte "ausgedehnte Quellen" betrachtet werden dürfen, was faktisch auch richtig ist. Die bisherige, einheitliche Betrachtung als reguläre Laserquellen ist aufgrund der starken Winkelausdehnung im Gegensatz zu Punktlaser Modulen eigentlich falsch, denn Linienlaser erzeugen auf der Netzhaut keinen Spot, sondern ein rechteckige Abbildung, die die spezifische Leistung am Auftreffpunkt deutlich verringert.

Sicherheit mit Linienlaser

Meine Wenigkeit

Mein Name ist Dirk Baur, ich bin der Geschäftsführer der Fa. MediaLas Electronics, sowie Referent und Ausbilder für Lasersicherheit und Laserschutzbeauftragte. Auf meinem Blog werde ich Ihnen in der nächsten Zeit ein paar wichtige Informationen bezüglich den aktuellen Vorschriften und Verordnungen näher bringen. Diese haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und wurden genauer definiert, was sich in der OStRv und den TROS wiederspiegelt. Seit 1996 gebe ich sowohl in Eigenregie als auch in Auftrage Seminare und Weiterbildungen zur Erlangung der Sachkenntnis zum Laserschutz beauftragten. Dies kann auch bei Ihnen direkt in Ihren eigenen Räumlichkeiten geschehen. Anfragen und Buchungen über die Kontaktseite unseres Online Shops www.lasershop.de oder aber über www.medialas.de


Lasersicherheit und Laserleistungen bei Linienlasern

Prinzipiell gilt er mal - je mehr Leistung ein Laser hat, desto heller wird er, gleichzeitig steigt aber auch das Risiko einer Lasergefährdung für den Werker bzw. Betrachter der Laserlinie. Es gilt immer, eine Gefährdung bzw. einen möglichen Unfall mit dem Resultat einer Schädigung des Auges schon im Vorfeld zu verhindern. Dies lässt sich mit sehr einfachen Mitteln bei nahezu allen unseren Linienlasern erreichen. Die oft gehörte, statische Meinung, dass nur Linienlaser mit 1mW (manche sagen auch 5mW) zulässig sind, ist falsch. Ich zeige Ihnen in meinem Blog auf, warum das so ist.

Grüner Linienlaser für helle Laserlinie


Montag, 9. Mai 2016

Linienlaser, Lasersicherheit und die neue OStrV

Linienlaser - Lasersicherheit - Vorschriften und Normen für Laser


Seit fast 20 Jahren referiere ich nun als Ausbilder in Sachen Lasersicherheit. 20 Jahre, in denen sich vieles verändert hat. 20 Jahre, in denen viel passiert ist. Und 20 Jahre, nach denen ich sagen kann: ausnahmsweise wurde mal etwas eindeutig verbessert.

Es geht um die Lasersicherheit im industriellen Bereich, vor allem in Bezug auf sichtbare Laser wie Linienlaser, Kreuzlaser oder Punktlaser. "Noch" möchte ich Laserprojektoren hier ausklammern, denn ein Laserprojektor ist im Gegensatz zu den o.a. Lasertypen mit einer Ablenkeinrichtung ausgestattet, die einen einzelnen Laserstrahl bewegt und somit während einer Netzhautexposition sogenannte "Einzelimpulse" also auch eine "Impulsfolge" erzeugt, welche im Wesentlichen anders zu behandeln ist als die Exposition mittels Dauerstrahllaser, wie eben Linienlaser oder Kreuzlaser zu bezeichnen sind. Hier wird die Darstellungsform, nämlich die Laserlinie, mittels einer festen Optik erzeugt und nicht mittels einer dynamischen Ablenkeinrichtung. Ein grosser Unterschied!

Bereits in den 70er Jahren erschien der Vorgänger der EN 60825-1, der Norm für die "Sicherheit von Lasereinrichtungen" , nämlich die DIN 57836, die im Jahre 1986 in die VDE 0837 umgewandelt wurde. Seit 1993 ist diese VDE Norm als europäische Sicherheitsnorm zu finden. Aktuell liegt sie in der Fassung 2014 vom Juli 2015 vor.

Korrespondierend zu dieser Norm wurde 1988 die Unfallverhütungsvorschrift "VBG 93" veröffentlicht, die den Umgang mit Lasereinrichtungen und Lasergeräten entscheidend weiter vertiefte und vor allem, wie genannt, auf die Unfallverhütung ansetzte. Diese noch sehr rudimentäre UVV (im Gegensatz zur heutigen OStrV und TROS) war bereits wegweisend und einschränkend, was den Umgang und die öffentliche Inbetriebnahme von Lasern anbelangte. Erstmalig waren Lasereinrichtungen und Laser reglementiert.

Weitergehend hierzu wurde im Jahre 2007 die BGV-B2 mit begleitenden Durchführungsanweisungen veröffentlicht, welche die Erkenntnisse und Erfahrungen der vergangenen Jahre enthielt und weiter vertiefte. Trotzdem waren mir schon damals diese Ausführungen nicht ausführlich genug und liessen sehr viel Platz für Interpretationsspielraum, was von verschiedenen Seiten auch reichlich ausgenutzt wurde.

2010 dann erfolgte die Veröffentlichung der OStrV, der "Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung". Diese kurze, 7-seitige Publikation war eher als Zusammenfassung und Information zu sehen, zu einfach waren die Informationen. Erst im Jahr 2015 wurde die OStrV dann mit den TROS, den Technischen Regeln zu künstlicher optischer Strahlung" ergänzt, einer sehr umfangreichen und fortschrittlichen Sammlung detaillierter Beschreibungen diverser Lasereinrichtung.

Ich werde peu-a-peu ein wenig über die aktuellen Vorschriften referieren, vor allem im Umgang mit Linienlaser und Kreuzlaser, die zwischenzeitlich einen berechtigten Sonderstatus in den TROS einnehmen.

Mehr demnächst.
www.lasershop.de